207m²

Raum für Aktion und Kooperation

Im September 2019 hat die Berlinische Galerie einen Raum speziell für Kulturelle Bildung eröffnet. Auf über 200 m² gibt es Platz für Workshops, Kooperationsprojekte und künstlerisches Arbeiten.

Familien*Tag im Raum 207 m²" am 14.9.2019
© Pascal Rohé

Eine raumfüllende Sitzplattform lädt alle Besucher*innen zum Austausch und Verweilen ein. Es finden regelmäßig Programme mit Kindern, Familien, Schulklassen und Gruppen aus der Nachbarschaft statt. In Ausstellungen und über eine Projektionsfläche werden Ergebnisse aus den Projekten sichtbar. Damit öffnet sich das Museum weiter für seine Besucher*innen und schafft langfristig einen Ort für kritische Debatten und künstlerische Prozesse.

Bereits zum zweiten Mal widmet die Berlinische Galerie mit „207 m²“ einen der Ausstellungsräume der Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Das Vorhaben baut auf Erfahrungen aus „Dada ist hier! Raum für Dialog und Experiment“ aus dem Jahr 2016 auf. Damals wurde in zwei Monaten erprobt, was jetzt langfristig Einzug ins Museum hält: ein gut sichtbarer Ort für Austausch, Beteiligung und künstlerisches Arbeiten.

Aktion

„207 m²“ bietet Raum für vielfältige Programme. In dreistündigen Projekttagen arbeiten Schulklassen praktisch und diskursiv zu den Ausstellungen. Außerdem finden regelmäßig Workshops und Veranstaltungen statt.

Kooperation

Die Berlinische Galerie arbeitet schon länger mit Schulen, Kindergärten, Familienzentren, der Lebenshilfe und Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in der näheren Umgebung des Museums zusammen. Die Projekte behandeln sehr unterschiedliche Themen. Allen ist gemein, dass es um Beteiligung und Mitsprache geht.
"207 m²" gibt Programmen mehr Sichtbarkeit, die das Museum beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft durchführt. Zum Auftakt ist eine Ausstellung zu sehen, die sich aus einer Kooperation mit der Kunstwerkstatt Kreuzberg der Lebenshilfe entwickelt hat. Im Rahmen des Programms "Standortwechsel" ist die Gruppe jede Woche zu Gast im Atelier Bunter Jakob. Die in dieser Zeit entstandenen Werke, Fotografien und Ideen werden bis zum 4. November in einer vielstimmigen Präsentation gezeigt.

David Saik hat das architektonische Konzept des Raumes erarbeitet. Das Thema Nachhaltigkeit stand dabei im Mittelpunkt. Es werden vornehmlich recycelte Materialien verwendet. Die Stühle sind aus 90% industriellem Abfallmaterial hergestellt. Sie bestehen zu 75% aus Polypropylen und zu 15% aus Abfallholzfasern. Bei dem Stoff der Sitzplattform handelt es sich zu 45 % um recycelte Wolle. Die eingezogenen Wände sind aus einem wiederverwendbaren System gefertigt und dementsprechend ressourcenschonend.

Presseinformation

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