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Pressemappe | Berlin, den 27.8.26

Josef Kaiser

Bauen für die DDR
28.8.26 – 1.2.27

Presseinformation

Presserundgang
Do 27.8.26, 11 Uhr

Eröffnung
Do 27.8.26, 19 Uhr

  • Erste umfassende Werkschau: Die Berlinische Galerie präsentiert erstmals den Nachlass von Josef Kaiser (1910–1991), einem der einflussreichsten, aber bislang wenig bekannten DDR-Architekten.

  • Ikonische Bauten & Stilwandel: Seine Entwürfe – darunter das Kino International, das Café Moskau und das Kulturhaus Maxhütte – prägten die DDR-Architektur beim Wandel vom Neoklassizismus zur technisch-funktionalen Nachkriegsmoderne.

  • Vita & Nachwirkung: Kaisers Karriere über drei politische Systeme liefert zusammen mit zeitgenössischen Kunstbeiträgen wichtige Impulse für heutige Debatten über den Umgang mit dem baulichen Erbe der DDR.

Josef Kaiser (1910–1991) zählt zu den prägenden Architekten der DDR und ist dennoch weitgehend unbekannt. Mit „Bauen für die DDR“ widmet ihm die Berlinische Galerie die erste umfassende Ausstellung. Zwischen 1950 und 1984 war Kaiser an zahlreichen staatlichen und kommunalen Projekten beteiligt, darunter in Berlin das Kino International, das Café Moskau und die Mokka-Milch-Eisbar an der heutigen Karl-Marx-Allee. Seine Bauten fanden auch international Beachtung und galten als Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses der DDR, viele stehen heute als herausragende Beispiele der Nachkriegsmoderne unter Denkmalschutz. Kaiser hinterließ nicht nur in Berlin Spuren, sondern auch in weiteren Städten Ostdeutschlands, etwa mit dem Kulturhaus Maxhütte im thüringischen Unterwellenborn oder dem Wohnkomplex II in Eisenhüttenstadt.

Die Ausstellung eröffnet Zugang zu dem umfangreichen, erst jetzt in öffentlichen Institutionen verfügbaren Archivmaterial und versteht sich zugleich als Ausgangspunkt für eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung. Teils noch nie gezeigte Zeichnungen, Collagen, Fotografien, Modelle und Filme aus dem Bestand der Berlinischen Galerie sowie aus nationalen Sammlungen rekonstruieren Leben und Wirken des Architekten und beleuchten politische wie ästhetische Spannungsfelder. Zeitgenössische künstlerische Positionen von Veronika Kellndorfer, Karsten Konrad und Tracey Snelling erweitern den Blick und eröffnen neue Perspektiven auf das architektonische Erbe der DDR als Teil der deutsch-deutschen Baugeschichte.

Josef Kaisers architektonisches Schaffen reichte von Kulturbauten über Wohngebäude bis zu stadträumlichen Ensembles und Sonderbauten. In einer Zeit, in der sich das Bauen zwischen politischen Programmatiken, städtebaulichem Experiment, Tradition und internationaler Moderne bewegte, entwickelte er eine eigene architektonische Handschrift, die funktionale Klarheit mit repräsentativer Geste verband. Seine Berliner Bauten im zweiten Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee stehen exemplarisch für den Wandel der Architektur in der DDR von einer monumentalen zu einer technisch-modernen, alltagsorientierten Formensprache.

Laufbahn über drei politische Systeme

Kaisers berufliche Entwicklung als Architekt erstreckte sich über drei politische Systeme. Ausgebildet in Prag während der Zeit der Weimarer Republik arbeitete er in seinen frühen Berufsjahren während des Nationalsozialismus in Weimar und Berlin. Nach einer fünfjährigen Tätigkeit als Operettensänger und einem Entnazifizierungsverfahren setzte er 1950 seine Laufbahn in der DDR fort. Dort wurde er schnell in die entstehenden Institutionen eingebunden, mit Nationalpreis und Verdienstorden geehrt und zu einem der einflussreichsten Architekten des Landes.

Während im Nationalsozialismus der Architekt eher als individuelle schöpferische Persönlichkeit inszeniert wurde, war dessen Tätigkeit in der DDR wesentlich stärker in institutionelle Strukturen eingebettet und von kollektiven Planungs- und Bauprozessen geprägt. Kaiser arbeitete von 1956 bis 1968 eng mit einem festen Kollektiv zusammen. Sein individualistischer Arbeitsstil fügte sich dabei nur bedingt in die geforderten Arbeitsweisen ein. Spätere vereinzelte Versuche, sich freiberuflich zu etablieren, blieben erfolglos. Die vorgestellten Projekte werden aus Gründen der Referenzierbarkeit unter Kaisers Namen geführt, ohne damit eine alleinige Urheberschaft zu behaupten.

Neubewertung nach 1990 und aktuelle Diskurse

Nach 1990 führten die Ablehnung serieller DDR-Architekturen und veränderte ästhetische Vorstellungen dazu, dass bedeutende Bauten Kaisers, darunter das Hotel Berolina, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und das Centrum Warenhaus, umgestaltet oder abgerissen wurden. Angesichts ökologischer Anforderungen ist die Frage nach dem Umgang mit bestehender Bausubstanz heute drängender denn je. Dass Kaisers Bauten zwischen Rückbau, Umnutzung und Denkmalschutz verhandelt werden, verleiht der Ausstellung eine Aktualität, die über das Architekturhistorische hinausweist. Sie steht in einer Reihe von Projekten der Berlinischen Galerie, die seit mehr als zwei Jahrzehnten das bauliche Erbe der DDR als wichtigen Bestandteil der deutschen Architekturgeschichte erforschen und neu bewerten.

Das begleitende Symposium „Sichtbarwerden. Josef Kaiser und die Architekturen der DDR“ am 22. Januar 2027 in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Leibniz-
Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) vertieft die Ausstellung. Es beleuchtet Kaisers Werk architekturhistorisch und kulturpolitisch, fragt nach dem Verhältnis von kollektiven Planungsstrukturen und künstlerischem Anspruch und untersucht, wie DDR-Architektur seit 1989 wahrgenommen und erinnert wird.

Rundgang durch die Ausstellung

Die Ausstellung gliedert sich auf rund 200 m² in vier thematische Abschnitte und einen Prolog. Zu sehen sind rund 100 Werke und Archivalien. Mit Ausnahme der Kunstpräsentationen stammen sie überwiegend aus Kaisers Privatnachlass, der die Jahre 1931 bis 1984 umfasst und seit Kurzem in der Berlinischen Galerie sowie im Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) aufbewahrt wird. An den Wänden sind Originalpläne, Collagen und Fotografien zu sehen, thematisch zugeordnete Tische laden mit Modellen, Filmen und Materialien zur vertiefenden Betrachtung ein.

Künstlerische Positionen

Drei künstlerische Positionen eröffnen Zugänge zu zentralen Fragen der Auseinandersetzung mit Kaisers Werk.

Veronika Kellndorfer interpretiert in ihrer Arbeit „Reflection MOCKBA“ (2026) das Café Moskau neu. Der keramische Siebdruck auf Glas thematisiert die Wechselwirkung von Architektur,
Bild und Wahrnehmung.

Karsten Konrad transformiert in „D(DRaußen)“ (2005) das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten in ein skulpturales Erinnerungsobjekt und reflektiert die Fragilität des kollektiven Gedächtnisses sowie die fortwährende Aushandlung von Geschichte im Stadtraum.

Tracey Snelling untersucht in „Großhügelhaus“ (2026) die unrealisiert gebliebene Vision einer sozialistischen Stadt, wie sie in der DDR entwickelt wurde, und verbindet Video, Sound und fiktive Bewohner*innen zu einem lebendigen Porträt von Kaisers Zukunftsentwurf.

Darüber hinaus bewegen sich ausgewählte Fotografien von Sibylle Bergemann, Sven Hagolani, Marko Kitzler, Ute Mahler, Arno Fischer und Schnepp Renou im Spannungsfeld von Dokumentation, Deutung und Inszenierung.

Neoklassizistische Entwürfe

Der erste Bereich widmet sich Kaisers Frühwerk in der DDR. Im Zentrum steht das Kulturhaus Maxhütte in Unterwellenborn (Thüringen), das Kaiser ab 1951 in der Meisterwerkstatt von Hanns Hopp entwickelte. Originalpläne, Modelle und Fotografien machen einen aufschlussreichen Wandel sichtbar. Kaisers ursprünglicher, an Mart Stam und Hans Poelzig orientierter Entwurf wurde von der DDR-Führung abgelehnt. Der schließlich realisierte Bau zeigt deutlich, wie staatliche Leitvorstellungen künstleri-
sche Entscheidungen prägten. Der Erfolg führte 1952 zu Kaisers Berufung als Chefarchitekt nach Fürstenberg (ab 1953 Stalinstadt, heute Eisenhüttenstadt), der „ersten sozialistischen
Stadt“ der DDR. Dort verantwortete er den Wohnkomplex II sowie weitere Bauten. Ergänzende Entwurfsbeispiele aus Studium und früher Berufspraxis, darunter Arbeiten aus Prag (1935), Weimar (um 1937) und Berlin (1939), beleuchten die stilistischen Prägungen, die Kaisers spätere Karriere vorbereiteten.

Aufbruch in die Moderne

Der zweite Bereich dokumentiert Kaisers stilistischen Wandel und seine prägendsten Berliner Projekte der Jahre 1956 bis 1968. Ausgangspunkt ist das Kino
Kosmos (1956), an dem der staatlich forcierte Übergang von neoklassizistischen zu modernen Bauformen ablesbar wird. Pläne, Fotografien und ein Modellnachbau veranschaulichen, wie Kaiser auf die neue architektonische Orientierung der DDR reagierte und ihr eine eigenständige gestalterische Form verlieh.

Gemeinsam mit Werner Dutschke und Edmund Collein setzte sich Kaiser kurz darauf im Wettbewerb um den zweiten Bauabschnitt der Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee) durch. Ihr Entwurf verband typisierte Lösungen mit einer eigenständigen modernen Formensprache, erhielt den Nationalpreis II. Klasse und fand internationale Beachtung. Kaiser entwickelte dabei die Typengrundrisse des eingesetzten Hochhaus-Fertigteilsystems und leistete einen Beitrag zum seriellen Wohnungsbau der DDR, der funktionale Standardisierung mit architektonischem Anspruch verband.

Das Kino International, Hotel Berolina und das heutige Café Moskau bilden als bekannteste Berliner Bauten Kaisers den Höhepunkt dieses Kapitels. Ein Filmausschnitt von der Eröffnung des Kino International 1963 sowie ein original erhaltenes Stück des Paillettenvorhangs vermitteln die repräsentative Inszenierung dieser Architektur.

Bislang unbekannte Materialien belegen zudem Kaisers freiberufliche Tätigkeit im Westen Deutschlands mit einem Wettbewerbsentwurf für die Beethovenhalle in Bonn (1954) sowie realisierten Wohnhäusern in Essen, Mannheim und West-Berlin, zudem Skizzen und Modell zu zwei Wohnhäusern, die um 1959 in Ost- und West-Berlin entstanden.

Ein selten gezeigter Entwurf für die Erweiterung des Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (1977), wird ergänzt durch eine Fotografie von Sibylle Berge- mann, die den Abriss des Gebäudes 1995/96 festhält.

Vision und Wirklichkeit

Der dritte Bereich widmet sich Kaisers visionären Entwürfen für die sozialistische Stadt der Zukunft. Im Mittelpunkt stehen Studien zu Megastrukturen, in denen Kaiser dem internationalen Diskurs über städtebauliche Verdichtung eine eigenständige „sozialistische“ Antwort entgegensetzt. In den 1970er Jahren war Kaiser als Berater bei Sonderbauprojekten von nationaler Bedeutung tätig, darunter die Neubauten von Friedrichstadt-Palast und Palast der Republik. Dieses bislang wenig beachtete Kapitel seines Schaffens wird hier erstmals ausführlicher beleuchtet.

 

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Elisabeth Kaiser, MdB, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Sie wird unterstützt durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin. 

Der Katalog zur Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Berlinischen Galerie und der Wüstenrot Stiftung.

Die Restaurierung der Originalobjekte unterstützte das Büro Sauerbruch Hutton.

In Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner e.V. und dem Landesdenkmalamt Berlin.

 

Kontakt
Berlinische Galerie

Sascha Perkins
Leitung Kommunikation und Bildung
Tel +49 (0)30 789 02 829
perkins@berlinischegalerie.de

Janet Riedel
Referentin Kommunikation
Tel +49 (0)30 789 02 831
riedel@berlinischegalerie.de

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124 –128
10969 Berlin

Tel +49 (0)30 789 02 600
berlinischegalerie.de

Eintritt 12 €, ermäßigt 7 €
ab 9.10.: 14 €, ermäßigt 7 €
Jeder 1. Mittwoch im Monat
7 € Eintritt für alle
Mi – Mo 10 – 18 Uhr
Di geschlossen

Rahmenprogramm

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Katalog

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Biografie

Josef Kaiser
1.5.1910 – 5.11.1991

1910
Josef Wilhelm Anton Kaiser wird am 1. Mai in Cilli (bis 1918 Steiermark, Österreich-Ungarn, heute Celje, Slowenien) als ältestes von fünf Kindern geboren. Seine Eltern, der Architekt und Stadtbaumeister Alois Kaiser und Gabriela Kaiser, geb. Jellenz, betreiben eine Ziegelei in Falkenau (heute Sokolov, Tschechien).

1916
Übersiedelung der Familie nach Kriegern (heute Kryry, Tschechien), ab 1921 nach Karlsbad (heute Karlovy Vary, ebd.), wo er bis 1929 das Realgymnasium besucht. Neben einer humanistischen Ausbildung erhält er Musik- und Zeichenunterricht.

1929–1935
Architekturstudium an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag.

1935–1937
1936 Mitgliedschaft in der Reichskammer der bildenden Künste. Berufliche Anfänge in Weimar im Architekturbüro Ernst Flemmings, einem Vertreter der konservativen Moderne. Die Mitarbeit am Wettbewerbsentwurf für das neue Kreishaus der NSDAP in Weimar ist sein erstes Projekt.

1937
Beitritt in die Sudetendeutschen Partei. Infolge der Annexion des Sudetengebiets 1938 erhält Kaiser die deutsche Staatsangehörigkeit.

1937–1938
Angestellt bei der Thüringischen Gemeinnützigen Heimstätte AG in Weimar unter Leitung von Hermann Giesler. Dort entwickelt er Bebauungspläne für Siedlungsprojekte für die Rüstungsindustrie und Typenentwürfe für die schnelle und kostengünstige Bereitstellung von Wohnraum.

1938
Ab 1. April für drei Monate im Berliner Büro von Otto Kohtz, eines Architekten der Filmindustrie und Wegbereiter des Hochhausbaus, angestellt. Ab 1. September Honorararchitekt im Zentralen Architekturbüro der Deutschen Arbeitsfront (DAF) in Berlin, einer zentralen NS-Planungsbehörde mit Schwerpunkt in Typisierung und Normierung unter Julius Schulte-Frohlinde.

1939
Am 11. Januar 1939 Beantragung der Aufnahme in die NSDAP, die rückwirkend zum 1. November 1938 erfolgt. Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Umstellung des Büros Schulte-Frohlindes auf militärische Aufgaben. Aufbau und Leitung eines Zweigbüros des Zentralen Architekturbüros der DAF in Peenemünde durch Kaiser ab April 1940. Dort u.a. verantwortlich für Neubau „Haus der Kameradschaft“.

1941
Rückkehr nach Berlin und Wechsel zur Deutschen Akademie für Wohnungswesen (DAW). Dort ist er bis 1945 beim Reichskommissar für den Sozialen Wohnungsbau angestellt und leitet die Gruppe „Grundriss-Planung und -Typung“.

1943
Im Mai lernt er die Innenarchitektin Marianne Welzel (1921–1979) kennen. Heirat am 17. Juli 1943. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Dienstverpflichtende Einberufung und Übernahme der Leitung des Entwurfs-und Konstruktionsbüros der Oberschlesischen Hydrier- werke in Blechhammer (heute Blachownia Śląska, Polen). Ab Dezember 1944 Soldat in der
Marine-Artillerie, die letzten Kriegsmonate krankheitsbedingt im Marinelazarett in Kiel-Hassee.

1946
Berufliche Neuorientierung nach Kriegsende. Studium des Opern- und Operettengesangs an der Staatlichen Akademie für Musik und Theater in Dresden, vorangegangen war ein mehrjähriger Gesangsunterricht neben Architektentätigkeit. Hauptwohnsitz ist bis 1949 Dresden.

1948
Engagement als Erster Tenor am Theater am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg. Debüt mit der Operette „Konfetti“ unter dem Pseudonym Josef Sonngartner. Entnazifizierungsverfahren mit Berufsverbot durch US-Militärregierung in Berlin. Rehabilitierung nach 3 Monaten. Bühnenverpflichtung als Tenor am Stadttheater Frankfurt (Oder), wohin er mit seiner Familie übersiedelt.

1950–1955
Rückkehr zur Architektur und Anstellung bei Hanns Hopp, ein Befürworter der Erneuerung der Klassischen Moderne, am Institut für Städtebau und Hochbauam Ministerium für Aufbau in Berlin. Wechsel an die neu gegründete Deutsche Bauakademie in Hopps Meisterwerkstatt II. Beginn der Planung des Kulturhauses Maxhütte in Unterwellenborn.

1952–1954
Übernahme des Postens als Chefarchitekt beim Generalprojektanten der als „Erste Sozialistische Stadt“ propagierten Wohnstadt Fürstenberg. Unter seiner Leitung entstehen teils später realisierte Entwürfe, insbesondere für den Wohnkomplex II. Im März 1953 wird Kaiser wegen des als zu langsam bewerteten Baufortschritts auf Veranlassung Walter Ulbrichts entlassen. Zwischen 1952 und 1954 zusätzlich Gastlehrauftrag an der Hochschule für Architektur in Weimar am Lehrstuhl für Wohn- und Gesellschaftsbau von Otto Englberger. Umzug der Familie Kaiser in den Berliner Vorort Blankenfelde.

1954
Bauwettbewerb für die Beethovenhalle in Bonn: Kaisers Entwurf unter 109 Einreichungen in der engeren Wahl. Ab 1958 Wohnhausaufträge in Essen, Mannheim und West-Berlin. In den 1950er-Jahren bemüht er sich um freiberufliche Aufträge, auch jenseits der DDR-Grenzen.

1955
Am 1. Oktober Wechsel in das Büro des Chefarchitekten von Groß-Berlin, Hermann Henselmann. Entwicklung erster Typenvarianten für den mehrgeschossigen Wohnungsbau. Zusammen mit Erhardt Gißke entwickelt Kaiser auf dieser Basis neue Grundrisslösungen. Die Großblockserie Q 3 entsteht. Das Kollektiv Kaiser entsteht und besteht bis Mitte der 1960er Jahre.

1956
Auszeichnung als ‚Aktivist des Fünfjahrplans‘.

1958
Ab 1. Juni Wechsel mit Kollektiv in das Entwurfsbüro Hochbau I Berlin, später VEB Berlin-Projekt. Dort zehn Jahre lang Chefarchitekt. Beginn der Realisierung des II. Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee (ehem. Stalinallee), die ihmspäter internationale Anerkennung einbringt.

1962
Auszeichnung mit dem Nationalpreis II. Klasse für Kunst und Literatur der DDR.

1963
Reise zum Kongress der Union Internationale des Architectes nach Havanna. In der begleitenden Architekturausstellung zeigt die DDR unter anderem seine Entwürfe für das Kino Kosmos und den II. Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee.

1966
Verstärkter Fokus auf architekturtheoretischen Fragen und Visionen zur Stadt der Zukunft. Seine Entwürfe, darunter das ab 1966 entwickelte „Großhügelhaus“, spiegeln Ideen eines neuen kollektiven Wohn- und Lebensmodells wider.

1968
Ende der Zeit als Chefarchitekt bei VEB Berlin-Projekt. Umzug mit der Familie nach Dresden.

1969
Professur am Weiterbildungsinstitut für Städtebau und Architektur in Naumburg, einer Außenstelle der HAB Weimar. Niederlegung dieser Stelle aus gesundheitlichen Gründen im September 1971.

1973–1984
Beratertätigkeit (Konsulent) für Erhardt Gißke, dem Direktor der Aufbauleitung für Sonderbauvorhaben Berlin. Mitwirken an Berliner Großprojekten wie dem Palast der Republik, dem Chirurgischen Zentrum der Charité, dem Internationalen Handelszentrum, dem Friedrichstadt-Palast. Reisen u.a. nach Japan und in den Irak. Paris-Reise im Kontext des Neubauvorhabens des Berliner Friedrichstadt-Palasts mit Ostberliner Delegation im Mai 1980.

1980
Heirat mit Hildegard Vogler (1918–2015).

1981
Beginn der Arbeit an den unvollendet gebliebenen Memoiren „Antagon“, einer Familienchronik für Angehörige und Nachkommen.

1991
Josef Kaiser stirbt am 5. November bei einem Autounfall nahe Altenberg (Erzgebirge).

Ausstellungstexte


Zur Ausstellung

Josef Kaiser (1910–1991) zählt zu den prägenden Architekten der DDR und ist doch wenig bekannt. Zwischen 1950 und 1984 war er an zahlreichen staatlichen und kommunalen Bauprojekten beteiligt. Im Spannungsfeld von politischen Vorgaben, städtebaulichem Experiment, Tradition und Moderne entwickelte er in unterschiedlichen Kollektiven eine unverwechselbare architektonische Handschrift. Darin verbanden sich funktionale Klarheit und repräsentative Geste. Zu seinen wichtigsten Berliner Bauten zählen das Kino International, das spätere Café Moskau und die Mokka-Milch-Eisbar an der Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee). Sie stehen exemplarisch für den Wandel der Architektur in der DDR von monumentaler Repräsentation hin zu einer offenen, am International Style orientierten Gestaltung. Bis heute beeindrucken sie durch großzügige, lichtdurchflutete Räume, elegante individuelle Fassaden und ihre selbstverständliche Gebrauchstauglichkeit.

Kaiser plante Architektur nicAnzeigenht isoliert, sondern als Teil des städtischen Alltags. Entlang der Stalinallee verband er gemeinsam mit den Architekten Werner Dutschke und Edmund Collein die Bereiche Wohnen, Versorgung und Kultur und vereinte damit zentrale Prinzipien der Moderne mit den städtebaulichen Leitbildern der DDR. Es entstanden Bauten, die über ihre Entstehungszeit und über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fanden.

Kaisers Architekturerbe wurde nach 1989 vielfach infrage gestellt, vernachlässigt oder zerstört. Heute wird es als Teil der deutsch-deutschen Baugeschichte neu betrachtet. Ausgehend von seinem Nachlass in der Sammlung der Berlinischen Galerie eröffnet die Ausstellung mit künstlerischen Positionen zeitgenössische Perspektiven auf das Werk.

Rückkehr zur Moderne

Mit dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 und der anhaltenden Wohnungsnot geriet die Baupolitik der DDR in eine Krise. Das geltende neoklassizistische Leitbild setzte auf monumentale Formen und „Nationale Tradition“. Bei knappen Ressourcen und einem dringenden Wohnraumbedarf ließ sich diese Vision jedoch nicht länger aufrechterhalten.

Nikita Chruschtschow leitete 1954 mit seiner Rede zur Industrialisierung des Bauens den Kurswechsel ein. Auch in der DDR sollte nun besser, billiger und schneller gebaut werden. Industrialisierung, Typisierung und standardisierte Bauelemente rückten in den Mittelpunkt. Zugleich kehrte die Architektur zur Moderne der Zwischenkriegsjahre zurück. An die Stelle historisierender Repräsentation traten sachliche Formen, reduzierte Fassaden und eine stärkere Orientierung an Funktion und Gebrauch.

Josef Kaiser war an diesem Wandel unmittelbar beteiligt. Sein Entwurf für das Filmtheater Kosmos setzte früh ein markantes Zeichen der neuen Richtung. Im Kontrast zur umgebenden Architektur verzichtet der Bau auf Bezüge zur Vergangenheit und zeigt Kultur als zeitgemäßes, urbanes Ereignis. Als Großraumkino an der Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee) sollte das Kosmos Modernität, Öffentlichkeit und eine „kulturvolle Lebensweise“ architektonisch sichtbar machen.

Modernität im Eiltempo:
Der II. Bauabschnitt der Stalinallee

Die heutige Karl-Marx-Allee steht wie kaum eine andere Straße in Berlin für den Wandel städtebaulicher und architektonischer Leitbilder in der DDR. Der monumentale Boulevard mit seinen Wohn- und Gesellschaftsbauten beeindruckt bis heute als geschlossen erhaltenes Zeugnis des Systemwettstreits zwischen Ost und West.

Mit rund 4.600 Wohnungen übertraf der zweite Bauabschnitt in seiner Dimension sowohl den ersten Bauabschnitt der Stalinallee als auch das nahezu zeitgleich im Westteil Berlins errichtete Hansaviertel gemessen an Größe und Bautempo. Das Großprojekt setzte Maßstäbe für den industriellen Wohnungsbau und markierte zugleich den Übergang vom repräsentativen Sozialistischen Klassizismus der frühen 1950er Jahre zu einer sachlicheren, modernen Formensprache.

Auf Grundlage des Bebauungsplans von Werner Dutschke und Edmund Collein realisierten Josef Kaiser und sein Kollektiv die Gebäude dieses Bauabschnitts und erlangten damit internationale Aufmerksamkeit. Während die Gebäude des ersten Abschnitts noch in traditioneller Ziegelbauweise und im Stil des sogenannten Sozialistischen Klassizismus errichtet wurden, entstanden die Neubauten nun aus standardisierten, industriell gefertigten Plattenbauteilen. Kaisers gestalterische Freiheiten waren durch Sparzwang, Typisierung und technische Vorgaben begrenzt. Umso größere Bedeutung gewann für ihn das Zusammenwirken der Bauten im Stadtraum. Er verstand das Haus nicht allein als Einzelwerk, sondern als Teil einer Gesamtanlage. Der Gefahr einer monotonen Gestaltung begegnete er mit Farbe, Kunst am Bau und plastischen Fassadenelementen.

Neoklassizistische Entwürfe für den jungen Staat

Mit der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 sollte eine eigenständige sozialistische Architektur den neuen Staat repräsentieren. Die als „formalistisch“
kritisierte Moderne wurde zugunsten der an der Sowjetunion orientierten „Nationalen Tradition“ verdrängt. Prachtvolle, neoklassizistische Bauten sollten den sozialistischen Aufbau sichtbar machen. Neben dem I. Bauabschnitt der Berliner Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee) wurden vor allem neue Industriestandorte zu Vorzeigeprojekten dieser Architektur. Dem Ausbau der Eisen- und Stahlindustrie kam dabei eine Schlüsselrolle zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte die DDR nur noch über ein Stahlwerk im thüringischen Unterwellenborn. Bedeutende Produktionsstandorte waren an Polen gefallen, Stahlimporte aus der BRD blieben infolge des Kalten Krieges weitgehend aus.

Die Erweiterung des Stahlwerks des VEB Maxhütte in Unterwellenborn führte zur steigenden Zahl der Arbeiter*innen vor Ort. Das nach Plänen von Josef Kaiser errichtete Kulturhaus reagierte auf den wachsenden Bedarf an Kultur- und Freizeiträumen. Zusätzlich wurde ab 1950 bei Fürstenberg (Oder) das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) errichtet. Dort entstand das Großprojekt „Erste Sozialistische Stadt“, aus dem 1953 Stalinstadt hervorging, die seit 1961 Eisenhüttenstadt heißt. Für 25.000 Einwohner*innen geplant, mit zentraler Magistrale und repräsentativen Wohnbauten, wurde sie zum Symbol des sozialistischen „Aufbaus aus eigener Kraft“. Anfang 1952 berief die Deutsche Bauakademie Josef Kaiser zum Leiter der Entwurfsgruppe VI in Fürstenberg. Ab Herbst desselben Jahres verantwortete er als Chefarchitekt die Planung und Ausführung des II. Wohnkomplexes.

Ungebaute Visionen

Ab den späten 1960er Jahren entwarf Josef Kaiser weitreichende Modelle für Stadt, Architektur und gesellschaftliches Zusammenleben. Er ging der Frage nach, wie sich für eine wachsende Bevölkerung eine urbane, lebenswerte Umgebung schaffen und zugleich wirtschaftlich bauen ließe. In seiner Studie „Die sozialistische Stadt als Modellfall“ von 1967 entwarf er eine sozialistische Perspektive auf die damals international diskutierten Megastrukturen. Die terrassierte Anlage „Großhügelhaus“ sollte Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen verbinden. Die Wohnungen lagen an den Außenfassaden, die Arbeitsbereiche im Inneren. Ein eigenes Verkehrssystem sollte Fußgänger-, Auto- und Schienenverkehr trennen.

Auch sein Entwurf für das Stadtzentrum Schwerin zielte auf neue Formen des Bauens. Die Wohnhäuser sollten vor Ort in Betonbauweise entstehen statt aus vorgefertigten Platten. Das Verfahren setzte sich jedoch nicht durch, da die Großtafelbauweise eine effizientere Massenproduktion ermöglichte.

Hinzu kam die geplante Erweiterung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten als Beitrag zu einer repräsentativen Weiterentwicklung des Regierungszentrums. Alle drei Projekte blieben unrealisiert, zeigen aber den utopischen Horizont seines Denkens. Ihre Wirkung entfalteten sie vor allem in der Lehre und im architektonischen Diskurs.

Ausstellungskatalog

Erscheint anlässlich der Ausstellung „Josef Kaiser. Bauen für die DDR“
28.8.26 – 1.2.27

Josef Kaiser (1910–1991) prägte die Architektur der DDR entscheidend mit. Zwischen 1950 und 1984 realisierte er vor allem repräsentative Staatsbauten, darunter das Kulturhaus Maxhütte in Unterwellenborn (Thüringen) und moderne Bauten an der Berliner Karl-Marx-Allee wie das Kino International. Seine Architekturen galten als Ausdruck gesellschaftlichen Aufbruchs und fanden international Beachtung. Viele stehen heute unter Denkmalschutz. Das reich illustrierte Buch bietet erstmals ein vielschichtiges Porträt dieses kaum bekannten Architekten. Fünf Essays präsentieren aktuelle Forschung, ergänzt durch ein Werkverzeichnis, ausgewählte Projektbeschreibungen und eine Biografie. Historische Pläne, Fotografien und Dokumente vermitteln direkten Zugang zu seinen Arbeiten. Zeitgenössische künstlerische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf Kaisers Erbe und die deutsch-deutsche Baugeschichte.

Herausgeber*innen
Thomas Köhler, Philip Kurz, Ursula Müller
Verlag Spector Books

Autor*innen
Katharina Deppisch, Jörn Düwel, Lenka Kerdová,
Christoph Rauhut, Oliver Sukrow, Dominik Vukoja

Format
ca. 28,5 x 22,2 cm (Buchblock 28 x 21,7 cm)
Seiten252 Seiten

Abbildungen
247 Abbildungen

Sprachen
Deutsch und Englisch

ISBN
978-3-940208-92-7 (Museumsausgabe)
978-3-95905-990-9 (Buchhandelsausgabe)

Preis
29,80 € (Museumsausgabe)
48,00 € (Buchhandelsausgabe)

Programm

Josef Kaiser (1910–1991) zählt zu den prägenden Architekten der DDR. Zwischen 1950 und 1984 war er maßgeblich an zahlreichen, überwiegend repräsentativen Staatsbauten beteiligt. Internationale Beachtung fanden seine modernen Entwürfe an der Berliner Karl-Marx-Allee, die als Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses der DDR galten. Viele seiner Bauten, darunter das ikonische Kino International, stehen heute unter Denkmalschutz. Die Ausstellung zeigt erstmals Leben und Werk anhand von Zeichnungen, Collagen, Fotografien, Filmen sowie Modellen und beleuchtet politische und ästhetische Spannungsfelder. Zeitgenössische Positionen eröffnen neue Perspektiven auf sein Erbe als Teil deutsch-deutscher Baugeschichte.

Rahmenprogramm

Dialogische Führungen
Im Museumseintritt enthalten, Anmeldung vor Ort

Magistrale der Moderne
Mo 14.9., 14 Uhr

Die Expertin Irma Leinauer spricht mit Ursula Müller, Kuratorin der Ausstellung, über Josef Kaisers architektonische Erweiterung der Karl-Marx-Allee. Im Mittelpunkt stehen der realisierte markante Plattenbautyp sowie die Komposition des „Blauen Bandes“.

Josef Kaiser’s Grosshügelhaus
Mo 12.10., 16:30 Uhr

Katharina Deppisch in conversation with artist
Tracey Snelling (in English)
Josef Kaiser’s vision for a residential megastructure serves as a starting point for a dialogue with Tracey Snelling. The conversation explores the theoretical foundations of Kaiser’s concept while offering new perspectives on Snelling’s sculpture featured in the exhibition.

Josef Kaiser und die Gestaltung des Palastes der Republik
Mo 9.11., 16:30 Uhr

Ursula Müller im Gespräch mit Prof. Dr. Wolf
Eisentraut
Der Palast der Republik zählt zu den bekanntesten Bauwerken der DDR. Im Gespräch erinnert Prof. Dr. Wolf Eisentraut an Josef Kaiser, die architektonischen Ideen der Zeit und die Entstehung des Gebäudes.

Symposium
Sichtbarwerden. Josef Kaiser und die
Architekturen der DDR
Fr 22.1.27, 9:30–17 Uhr

Das Symposium verortet Kaisers Werk architekturhistorisch und kulturpolitisch, fragt nach dem Verhältnis von staatlichen Vorgaben, kollektiven Planungsstrukturen und künstlerischem Anspruch und untersucht, wie Architektur der DDR seit 1989 wahrgenommen und erinnert wird. In Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner trägt es zur differenzierten Auseinandersetzung mit Fragen von Erhalt, Umnutzung und musealer Vermittlung bei.
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Programm Erwachsene

Kurzführung zur Langen Nacht der Museen
Sa 29.8., 19 Uhr und 20 Uhr

Mit Katharina Deppisch und Dominik Vukoja, Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen Architektursammlung
Im Rahmen der Langen Nacht der Museen
Eintritt mit dem Lange Nacht Ticket: 23 €, ermäßigt 17 €
Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahre
Tickets

Kurator*innenführungen
Mo 28.9., 26.10., 23.11., 14.12., 11.1.27,
je 16:30 Uhr
Im Museumseintritt enthalten, Anmeldung vor Ort

Public guided tour in English
Mon 5.10., 3 pm
Included in museum admission
Registration on-site, limited capacities

Führungen im Stadtraum
Magistrale der Moderne – Josef Kaiser und
die Karl-Marx-Allee
Fr 25.9. und 16.10., 13–15 Uhr

Mit Besuch des Kino International in Kooperation mit
Yorck-Kinogruppe
Tickets online

Führungen im Stadtraum
Architekturführung „Die Karl-Marx-Allee“
Fr 18.9., 16 Uhr, So 27.9., 12 Uhr
Sa 5.9., So 13.9., So 11.10., Sa 24.10., So 8.11., So 22.11.,
So 13.12., So 10.1.27, So 24.1., je 11 Uhr
In Kooperation mit Ticket B
Weitere Informationen und Buchung: ticket-b.de

Buchbare Führungen
In einer privaten Führung die Highlights der Ausstellung kennenlernen
Dauer: 60/90/120 Minuten
Kosten: 60/85/110 Euro (zzgl. des ermäßigten Eintritts pro
Person)
Gruppengröße: maximal 20 Personen
Führungen auch in englischer und französischer Sprache buchbar.
Informationen: museumsdienst.berlin 

Barrierefreies Programm

Kunstgespräch in DGS
So 20.9., 14–15:30 Uhr
Ein Gespräch mit den Kunstvermittler*innen Veronika Kranzpiller und Anders Malmgren lädt zum gemeinsamen Austausch ausschließlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS) ein.

Im Museumseintritt enthalten, ohne Anmeldung

Kurator*innenführung mit DGS
Mo 28.9., 16:30–17:30 Uhr
Die Führung wird simultan in Deutsche Gebärdensprache (DGS) gedolmetscht.
Im Museumseintritt enthalten, ohne Anmeldung

 

Kontakt
Erwachsene und Gruppen

Museumsdienst Berlin
Tel +49 (0)30 247 49 888
museumsdienst@kulturprojekte.berlin
museumsdienst.berlin

Ticket B
Tel +49 (0)30 420 26 96 20
info@ticket-b.de
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Berlinische Galerie

Christine van Haaren
Leitung Bildung und Outreach
Tel +49 (0)30 789 02 836

Katrin-Marie Kaptain
Referentin für Bildung
Tel +49 (0)30 789 02 837
bildung@berlinischegalerie.de

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124 –128
10969 Berlin
Tel +49 (0)30 789 02 600
berlinischegalerie.de

Eintritt 12 €, ermäßigt 7 €
Ab 9.10.: Eintritt 14 €, ermäßigt 7 €
Jeder 1. Mittwoch im Monat
ermäßigter Eintritt für alle
Mi – Mo 10 – 18 Uhr
Di geschlossen

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